nyusPhotogedichtezika

Gedicht zu Bild 115

Winterschmetterling

Der Wintersturm durchs Land gefegt,
hat Häuser abgedeckt,
so manche Hütte flachgelegt
und auch mit Schutt bedeckt.

Die Gärten er verwüstet hat
und Bäume umgefällt,
das Leid kam über Dorf und Stadt,
in der modernen Welt.

Man Kabel abgerissen sah,
wie Schlangen schlugen sie,
sie blitzten an, wer kam zu nah,
dass bis zum End er schrie.

Es ging der Strom, im Land war Nacht,
auf Straßen Stahl zerriss,
so manches Feuer hat entfacht,
dass schwarzer Qualm uns biss.

Die wilden Horden zogen um,
gesetzlos und brutal,
sie machten manchen Menschen stumm,
aus purer Lust zur Qual.

Die Ordnung ist zurückgekehrt,
der Sturm hat sich gelegt,
doch wird der Mensch je neu belehrt,
wenn die Natur sich regt.

Es hat der Winterschmetterling,
das Chaos angefacht,
der Flügelschlag von ihm ausging,
ganz leise – doch mit Macht.

Autor M. M. Werner
Sprecherin nyuszika

MP3 herunterladen (1,3MB)

Dein Kommentar

Du bist nicht eingeloggt. Wenn du dich anmeldest, musst du in Zukunft Name und E-Mail Adresse nicht mehr eingeben.