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Gedicht zu Bild 105

das alte haus

einst neu
bewohnt
ein gockel thront auf seinen edlen zinnen
viel schweiß gekost der aufbau schwer
regen floss durch glänzend rinnen
doch
kein zinnengockelkrähen mehr
und dieses schon seit langem
denn altersschwach nun wie der putz
auch gockel fortgegangen
die goldenen zeiten längst vorbei
niemand würdigt´s eines blickes
als ob es nie gewesen sei
vorrüber jedes staunen
jedes wonnenzeiten glückes
doch so eitel wie es nunmal ist
kann häme und scharmesröte nicht ertragen
fällt nun von zeit zu zeit
von jahr zu jahr
jämmlich mit lautem klagen
stück für stück
in sich zusammen
nun ist´s so weit
nun liegt es brach
doch welche schmach
nicht mal ruhestätte findet´s
abgetragen
neu geplant
stück für stück nun schwindet´s
neubau
platz geschaffen
neu errichtet
dein platz besetzt
schau nur altes haus
wie die leute gaffen
und wie man altes schätzt...

Autorin nyuszika
Sprecher die zwei von Gestern

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