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Gedanken

Gedanken

Steil den Berg hinauf sich winden,
Wege, nach dem großen Tor,
schwer den richtigen zu finden,
der mich führt zum Ziel empor.

Einen hab ich dann genommen,
rauf und runter, her und hin,
weiter bin ich wohl gekommen,
doch ich frag mich nach dem Sinn.

Als die Wege sich dann teilen,
eine Richtung wählt mein Geist,
die Gedanken weiter eilen,
bis die Wirklichkeit zerreißt.

Ständig kreuzt und ständig gabelt,
immer schlimmer sich der Pfad,
wie in einem Netz verkabelt,
sucht mein Geist verzweifelt Rat.

Scheinbar endlos lange Zeiten,
denke ich durchs Labyrinth,
kämpfe mich dann durch die Weiten,
meine Suche jetzt beginnt.

Denn der Rückweg wird verzwickter,
wenn ich denke, Stück für Stück,
dieses Netz das wird verstrickter,
darum lenke ich zurück.

Ich will nicht mehr weiterirren,
durch das Labyrinth in mir,
knapp entkomme ich den Wirren,
und bin endlich wieder hier.

Doch dann sagst du überheblich,
dass du die Gedanken nennst,
die ich denke hier angeblich,
da du mich ja so gut kennst.

Autor M. M. Werner
Sprecher der Denker

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