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Geben und Nehmen

Geben und Nehmen

Ich bring Dir Dein Augenlicht zurück,
das ich mitnahm, als ich einst ging.
Hab es gefüllt, von allem ein Stück,
was mir unterwegs vor dem Auge hing,
leuchtenden Farben, klaren Konturen,
Licht und Schatten, rauen Strukturen.

Weck mich sofort auf, nicht wieder träumen!
Halte wach mich Tag und Nacht,
dass ich nicht meine Welt verpass.
Zeig’ mir wunderschöne Bilder
und lenk’ mich ab von all dem Schmerz!
Bind’ mich an Deine Seele, dass ich nie die Welt verlass’.

Ich geb’ Dir den Teil Deines Herzens wieder,
den Du mir mitgabst auf meine Reise,
quer über die Berge auf und nieder,
zum dunkelsten Wald stets nur im Kreise.
Vom wilden Sturm der Meere geprägt,
unter die Steine der Wüsten gelegt.

Zieh mir aus die alte Haut
und lass nicht zu, dass ich verwese!
Gib mir Mut, gib mir Kraft,
dass ich heut Nacht die Angst bekriege.
Eingesperrt in dieser falschen Tracht,
in der das Spiegelbild schallend lacht.

c) ExMachina und Seidenfrau, 29. Dez. 2008


ein Gedicht des Reinhörens wert!
drum...viel Spaß

Autor Mephistom und die Seidenfrau
Sprecher der Denker

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