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Der Koenig im Exil

Der König im Exil
(Patrik F. 13.04.1981- 08.07.2011)

Die Winde sind Heute etwas kälter als sonst
Und auch der Hafen über uns ist überfüllter
Von grauen Segeln und Maßten die Heim gekommen sind
Von den entfallenen und verschwundenen Ländern
Wo kein Mensch mehr lebt, ihr aber seid
Die Häuser sind sprachlos hier, Fassaden des Schweigens
Und in den Straßen, da lanciert solch Gähnen einer Unschuld
Die für Tage die Welt für uns zu ermatten scheint
Da bewegt sich niemand in den Straßen, nur Hunde und Katzen
Das harsche Gesicht unablegbarer Einsamkeit
Untergräbt jedes Menschsein wie es einst gewöhnt
Die Boutiquen haben ihre Markisen eingerollt
Und man könnte meinen irgendwo klimpert der letzte Straßenmusiker
Die Melancholie verwundeter Nächte
Derer Odem leblos die Stirn irritiert, die schwere Stirn, die lind absackt
wo das Übers Land zu balancieren nur schwerfällig gelingt
Wer schweigt die Tage nicht ein Seufzer um der Tränen
Die das Pflaster deiner nie betretenen Gärten berühren
Weit abseits von dem wie wir sonst waren, empfinden wir jetzt
Es Scheint nichts einen Fehler zu begehen, was ihn auch ausmacht
Wir akzeptieren es, worum es auch vermag zu seien
Unbändig flaniert in uns verklärte Gleichgültigkeit
Landstreicher sind wir, das Haus ist uns keine Heimat mehr
unser Land zittert darum wohin es seinen Sohn geführt
wie oft hat man auf des Morgen Grauen gewartet
und jetzt sind wir wie von der Welt enttäuscht

die Tage waren als hätte uns der Herbst besucht
und wir, das Gefolge vom König, schritten
auf dem Teppich beweinten Laubes, einen schweren Gang
entlang kalter Gesichter, wo Schatten so hell noch sind
die Heiligen wissen darum, und begrüßen dich
den König im gewissen seiner Träume zu betten
auf den heiligen Kissen, säumen dich die Küsse
doch lasst sacht Lunas Tränen sein Lächeln seien
und lasst uns die Farben nicht vergessen
wohin wir auch gehen, wohin gehen wir schon?
Das Königreich blasst nicht, die Farben der Gemälde
Vergehen nur Schattenseiten zugewendet
und die Nacht ist nicht von bestand, flüchtig waltet sie
Und fällt der Schattenkatarakt im Balsam
Lieblicher Sonnenlogen schwelgen wir uns am Tau
Wie Kinderträume so rein und unverfälscht
Halten wir inne an, begleiten der Wolken pilgern
Hinterm Fenster, in Sicherheit fast abgeschieden
Doch woran scheiden wir, den König gekannt
Er war die sanfteste Seele, Die sanfte Seele
Und es verbleibt sein Volk und sehnt sich ihm nach
Hinan sanft so hinan werden wir uns lange noch verbleiben
Wo der Norden beginnt, finden wir uns ein an
Aneinander heißen wir dem Gefühl das du uns gibst Gut
Denn du bist ein solcher Art entsprungen
Wie viel soll jetzt noch ein Leider wert seien
Wo wir doch den Sommer verabschieden
Keine Elegien und Lamento sind die Insignien der Vergessenheit
Wovon auf ewig dein licht befreit sich auf uns legt
König sei gewiss wir vermissen dich

Nur was nimmt uns die Geschwindigkeit vom leben?
Nun bleibt es ein Haus ohne Heim.

Autor Häuptling
Sprecherin anikanyuszika
Musik von bert jerred http://www.jamendo.com/de/track/788048

..ein sehr nachdenkliches nahegehendes Gedicht hier vom Häuptling...mir gefiel es so gut das ich es unbedingt sprechen wollte...aber schauthörtlest doch selbst :)

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