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Das Glueck eines Koehlers

Das Glück eines Köhlers

Manch Grübchen und Brandnarbe zeichnet,
des alten Köhlers Angesicht,
dass kaum geschlafen, nur geruht,
doch froh erblickt das Tageslicht.

Ein blauer, warmer, Frühlingsmorgen,
der’s Schmelzwasser gen Tale treibt,
er spricht ein Heilgebet für Flößer,
die nun der Bodefall aufreibt.

Seine Feuer brennen, Kohle glimmt
Zeit, die Hillebille zu schlagen.
Wer könnt’ nach solch einsamer Nacht,
kein geselliges Mahl vertragen?

In Flanellhemd sitzt die Köhlerschar
auf blankem Holzfußboden munter,
mit frisch gebrühtem Eichelkaffee,
geht’s Ziegenkäsebrot herunter.

Knoblauchgeruch dringt in die Nase,
vom Bärlauch, der die Lichtung füllt,
von Sonne gegeben Leben würzt,
der als Einziges in Fülle quillt!

Autor Carsten Kiehne
Sprecher der Denker

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