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Die Welt

Die Welt ist ein großer Körper
Straßen auf denen du gehst sind Narben..
Wunden..

Du schaust in den Himmel
der dir so fern und doch ganz nah ist

Wiesen Büsche Bäume Blumen
die Haut des Armes auf dem du gerade gehst?
ein Arm ein Bein
sie kämpfen sich immer wieder durch
versuchen zu heilen
doch du
der du auf ihnen gehst
lässt es nicht zu
reißt neue Wunden
tiefer

Autos..Häuser
..betonierte Wunden

Und du gehst und denkst du bist viel
doch du bist nichts

So wie du auf deinen Arm schaust
und sagst und meinst da ist nichts

Die Welt

das gleiche auf deinem Arm
wie der..auf dem du gehst

(c)a.f.

Autorin und Sprecherin, Musik: Anika Fábián

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Bild zum Gedicht "Die Welt"

Photo von Anika Fábián

..Natur trifft Beton..

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Klares Wasser

klares wasser
kühler stein
ich tauche meinen fuß

warmes wohlig schlafgemach
ich lege mich
hinein ganz

zerzaustes haar
ganz und gar
der wind
das himmlische

sonnenstrahlen trocknen
fuß und rock denn
weiches gras lässt wühlen
in gedanken und

leg mich hin
gedanken sind
verflogen
geglättet zornes wogen
schlaf im nu
mache nun die äuglein

auf-
gehört zu denken
aufgehört zu lenken
deren wege
ich nicht hege
zu verfolgen
träume kommen
täume sollen
unentwegt bewegen
kopf und fuß

bein und hand
außer rand und

ich fliege
mit der worte flügel
laufe springe hüpfe
gehe fließe rauf
so der dinge

lauf lauf lauf
gedanke
ranke
ohne weltlich schranke

(c)a.f. ich reime...doch fress ich nicht

Autorin und Sprecherin Anika Fábián

..heute mal mit etwas selbstgezupfter Musi unterlegt..
jaja..ich übe noch.. xD
viel spaß beim reinhörschaulesen..

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Bild zum Gedicht "Klares Wasser"

Photo von Anika Fábián

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stumm steht sie da

stumm
steht sie da
die freiheit
und weiß nichts mit sich anzufangen..

leise wispernd
kauert die stimme
des selbstbestimmenden iches daneben

"was soll ich nur...soll ich ...soll i c h ?..
mich hört doch niemand....
nicht mal der hohle klotz der mich umhüllt.."
jammert sie

und recht hat sie
die ohren sind verstopft
betropft mit lautem grellen schein
zähe klebrig masse
schimpft sich heutige zeit
gar realität

schein nicht sein..
wen kümmerts noch?
wem fällt es gar noch auf?

ach wer brauch dich schon
g e danke
bist doch längst verraucht
in zeiten in denen man dich noch hörte..
noch dachte
noch glaubte was du sagst..

´mein kopf mein kopf
ich trage dich
ich halte und ich wackle
ich schüttel dich
ich rüttel dich..
sitzt auf dem hals ..ich schmücke dich
ich laufe und ich wanke..

gedanken
ohne weltlich schranken..
g i b t es nicht mehr
hier
in dir..
s i n d
mir völlig fremd...
und ich wackle und ich rüttel
und schmücke und ich schüttel,,
d o c h
deines ursprungs sinn
mag ich nicht zu füllen´

..redet wirr der hohle klotz
der diesen kopf umhüllt..
d o c h
nicht füllt..

still blickt die gemeinsamkeit die freundschaft an
zwei leise zuhörer des geschehens
"weißt du noch..ach weißt du noch..?
ja weißt du noch ich weiß es doch..
was frag ich noch was frag ich doch
du weißt es doch du weißt es noch.."
stellt die gemeinsamkeit der freundschaft wirre fragen
die schon längst gefragt..gesagt
gedacht
b e a n t w o r t e t sind
"ich weiß es noch
ich weiß es doch
ja weißt du doch ich weiß es noch..?."
fragt sie antwortend zurück
die freundschaft so alt und grau
doch einsam
wär sie nicht gemeinsam hier verweilt
der gemeinsamkeit ein freund geblieben
wär sie längst vertrieben gänzlich...

der mensch der meint er bräucht sie nicht
ist längst schon nicht mehr mensch..
umhüllend hohler klotz...

gedachte gedanken rannen..den abfluß
blubbernd empor.,
um zu sprießen blumig farbenfruchtig pracht
sich zu ergießen in die w e i t e

d o c h schau
dort drüben laufen sie..
schau doch
eine armee
eine ar mee aus bambusgehölz und strohhalmen..
bilden gerade ein feld
ein feld die erde zu beziehen..
zu bespannen..lückenlos
drum eile bloß
d a v o n
wer sie nicht füllen will..


Autorin und Sprecherin Anika Fábián

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