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Der Feuerfisch

Im Roten Meer so tief und weit ,
kam dieser Fisch zur falschen Zeit.
Er war besonders anzuschaun,
mit Schuppenfedern wie bei Pfauen.
Sein Farbenspektrum war fatal,
man sah ihn auch nicht überall,
so daß der Angler dachte jetzt,
daß dieser Fisch besonders fetzt,
wenn er erst in der Pfanne schmort,
an diesem schönen Urlaubsort.
Er fischte glücklich den Exoten,
obwohl das Fischen war verboten.
Zu Hause wollt er ihn sezieren,
fein säuberlich ihn filetieren,
doch´s Fischlein ließ dies nicht passieren
und ohne sich sehr zu genieren,
sprang er mit solch einem Geschick,
dem Fischefänger voll ins Genick.
Der war entsetzt und ganz erschrocken,
sah auf dem Tisch den Fisch jetzt hocken.
Halb flog er und halb flutscht`er fort,
hinweg von seines Schicksals Ort.
Der Fischer konnt` ihn nicht mehr kochen;
sein Stachel hat ihn tiefst gestochen.
Er sank zu Boden und er hockt sich,
sein Feuerfisch war tödlich toxisch.
Der Schillerfisch, jetzt sah er rot,
sein Widersacher, er war tot!
Und die Moral von der Geschicht,
trau keinen Schillerfarben nicht.
Und fall auf keine Tarnung rein,
es könnte auch Dein Ende sein!

Autorin Ute Ludwig-Krawi
Sprecherin anikanyuszika

Nach wirklich langer Zeit nun endlich mal wieder was Neues im Pod :-D
Umso mehr freut es mich euch eine neue Autorin im Pod vorstellen zu dürfen.
Viel Spaß beim reinhörschaulesen :-D Es lohnt sich!

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Bild zum Gedicht "Der Feuerfisch"

Dieses wunderschöne Bild stellte die liebe ©Brigitte Engelhardt zur Verfügung.

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Die erste Stimme des Echos

Ich bin die erste Stimme des Echos

-im Halo-Effekt-

kein Sein im Schein
ich halle wieder
und wider
der Mauern

-aus Papier-

formt sich ein Gedanke
das Feuer bricht sich seinen Weg

-stetig-
wärmt es dich
die Hülle der Fülle
tropft und fließt
ein schwall aus Nichtigkeiten

die Nichte deiner Existenz
flüstert dir Phrasen ins Ohr

und du gehst und stehst
und hüpfst der Erkenntniss

-entgegen-

der Erkenntnis deiner
Nichte
nichte
Nichtigkeiten sammeln sich
und überhäufen die Fülle
dieses fett gefressene Monster

und was bleibt..bleibt
ein wunderschönes Luftgebilde
Ruhe
Stille
Freude
über nichts....
und dies so sehr dass du Glück empfindest
nicht morgen und dann..

Autorin und Sprecherin anikanyuszika
inkl. Gitarrengezupfe ;-)

viel Spaß beim reinschauhörlesen..

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Bild zum Gedicht - Die erste Stimme des Echos

Photo von anikanyuszika

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Ist, wird, sein.. gewesen

ist
wird
sein
gewesen?..

sprechen
hören
schon gelesen?

mundes wort schon viel gesagt
die wahrheit oft er ausgelacht

sprechen
reden
hören
summen
trockne lippen oft verstummen

die relationen sind werwaschen
die wirklichkeit verschoben
versteckt in tausend ärmeltaschen
flaschenkorken sie verwoben

tropf tropf tropf
gedanke
eine pranke
sich nun drehte
einen stift erblickte
doch i h n verschmähte

variaa tii onen tanzen
schleppen einen schwweeeren ranzen
voller vieler möglichkeiten

ein weg
zwei weg
dein weg
drei
vielerlei ist einerlei..

gehüpft ist wie gesprungen
sagt :
der worte nie erklungen
hören sprechen lauschen
hat
matt
schach
sprach
lag
siegte
biegte sich und wiegte sich
gewogen wahrheitsproben
gewogt gewiegt gewagt
gesagt
ist nicht geschrieben
gesprochen?
getan!
vertan..der worte wahn
(c) Anika Fábián

Autorin und Sprecherin anikanyuszika

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